Radtour 2017

Planung für eine Radtour für 3-6 Tage

Allgemeines

Eine Radtour kann eigentlich beliebig lange dauern, aber grade bei unerfahrenen Radfahrern oder die nicht oft längeren Strecken mit dem Rad fahren, sollte man einige Punkte bedenken. Ich selber bin auch kein Langstrecken-Fahrer, aber habe mir so einige Gedanken gemacht, die ich hier zusammentragen möchte und auch im Artikel, für mich selber, vervollständigen möchte.

Geplant sind derzeit 2 Touren in den ersten Monaten 2017, eine für mich alleine um zu sehen ob meine Vorbereitung gut genug ist und ob meine Ausrüstung ausreichend ist, oder ergänzt werden muss.

Rucksack

Da ich die Touren mit dem Rad mache, kann ich hier keinen riesen Rucksack mit 65 Litern oder größer nutzen. Wenn man bei den Packmaßen auf eine möglich kleine Größe achtet, kann man sicherlich mit meinem 45 Liter Rucksack auskommen. Allerdings ist dieser auch schon recht groß für ein Rad und man sollte sehr gute Hüftflossen berücksichtigen. Wenn möglich, möchte ich hier einen kleineren Rucksack nutzen, zum Beispiel den HIGHLIGHTS DES TRANS ALPINE 32 EL von der Firma Deuter. Dieser Rucksack hat sehr viele Dinge, die man zusätzlich nutzen kann, zum Beispiel eine integrierte Sitzmatte oder es können Trinkblasen (2 Liter / 3 Liter) eingelegt werden (Trinkblase STREAMER 2.0 L)

Erste Hilfe

Grade wenn man unterwegs ist und plant, auch mal irgendwo im Nirgendwo zu übernachten, sollte man ein Erste Hilfe Set dabeihaben. Hier gibt es eine Vielzahl von Anbieter, die alle dasselbe beinhalten, mal mehr und mal weniger.

Hier einmal des deutschen Sets von der Firma Deuter:

  • 1x Verbandpäckchen M, steril
  • 1x Verbandpäckchen G, steril
  • 1x Dreieckstuch, Vlies
  • 1x Mull-elast
  • 1x Vlies-Wundkompresse, steril
  • 1x Leinaplast WSV-Set, 20 Stück
  • 1x Mediaplast-starr (Tape) m. Schutz
  • 1x Kleiderschere aus Metall/ Klein
  • 1x Latex-Handschuhe
  • 1x Signalpfeife

Das Set sollte man um eigene Medikamente erweitern.

Kulturtasche

Auch die Hygiene sollte nicht zu kurz kommen, sicher ist sie nicht so ausgeprägt wie im eigenen Badezimmer, aber einige Dinge kann man schon mitnehmen. Im Prinzip sollte man sich kleine Probepackungen kaufen, die bekommt man meistens im lokalen Drogeriemarkt. Der Vorteil liegt klar auf der Hand, sie nehmen wenig Platz weg und reichen in der Regel für 3-6 Tage locker aus.

Hier meine Liste:

  • Zahnpasta, Zahnbürste, Zahnseide
  • Flüssigseife (kann man auch zur Reinigung von Kleidung nutzen)
  • Handtuch (Mikrofaser, die trocknen schneller)
  • Tempotaschentücher
  • Toilettenpapier
  • Desinfektionsmittel
  • Duschgel (falls man mal an einem Hallenbad vorbeikommt oder in einem Rasthaus übernachtet)

Zelt oder Biwacksack

Hier kann man nun Streiten, was besser ist und was sinnvoll ist. Ich möchte es gerne mit einem SNUGPAK STRATOSPHERE BIVVI ZELT versuchen. Es hat den Vorteil, dass es mit 1,2 KG recht leicht ist und auch das Maße von 31×14 cm sind sehr gering. Grade dieser Ausrüstungsgegenstand wird neben dem Schlafsack und der ISO Matte den meisten Platz wegnehmen. Im Gegensatz zu den normalen Biwack Säcken, die man einfach hinwirft und nutzen kann, hat dieser zwei Stangen, damit man etwas mehr Kopffreiheit hat. Das ist sicher recht angenehm, wenn man nicht immer die Plane im Gesicht hängen haben möchte.

ISO Matte

Getreu dem Motto, so wie man sich bettet, so liegt man auch, ist eine ordentliche ISO Matte Pflicht, auch hier muss ich natürlich schauen, dass ich ein möglichst wenig Platz benötige. Allerding ist auch ein guter r-Wert wichtig, dieser beschreibt die Isolierung, die eine Matte bietet. Mit einem r-Wert von 4,9 ist die Neoair All Season auch für sehr kalte Untergrunde geeignet und kann sowohl in allen Jahreszeiten genutzt werden.

Schlafsack

Grade, wenn man den ganzen Tag unterwegs ist, es vielleicht auch noch geregnet hat oder es nicht sehr warm war, kann einem abends schon einmal kühl werden. Wenn man dann am nächsten Tag, ausgekühlt und schlecht ausgeschlafen, seine Tour fortsetzen will, ist der Spaß-Faktor sicher nicht sehr hoch. Daher sollte man einen guten Schlafsack, für die zu erwartende Temperatur einpacken. Ausschlaggebend ist die Komfort-Temperatur des Schlafsacks, nicht die Extrem-Temperatur, womit leider einige Anbieter werben. In Deutschland lag die Temperatur zwischen -2,4 Grad und 3,5 Grad im Februar, damit sollte auch der Schlafsack eine Komfort-Temperatur von 0 bis -5 Grad haben. Eine gute Idee ist, auch einen Hüttenschlafsack zu haben. Das hat zwei Gründe, erstens bringt dieser ca. 2-3 Grad zusätzlich und falls man irgendwo übernachtet, wo es zwar günstig ist, kann man darin schlafen.

Als Schlafsack habe ich hier auch wieder die Firma SnugPak, da die einem guten Preisleistungsverhältnis liegen und die Bewertungen recht gut sind. Als Haupt-Schlafsack würde ich hier den Travelpak 4 nutzen wollen, der eine Komfort-Temperatur von -5 Grad hat. Alternativ den Travelpak 2 aber nur in Verbindung mit einem Hüttenschlafsack, die sind alle recht ähnlich.

Bekleidung

Hier kann man natürlich mehr oder weniger mitnehmen, allerdings gibt es einige Dinge, die man einpacken sollte:

  • Fahrradhandschue
  • Regenjacke
  • Windstopper Jacke
  • Regenhose
  • Unterwäsche
  • Fliessjacke
  • Badehose (falls man an einem Hallenbad vorbeikommt)
  • Funktionsshirt
  • Fahrradhose
  • Socken

Essen und Trinken

Für den Bereich Essen und Trinken empfehle ich einfach mal eine 200 Gramm Gas Kartusche und einen Tatonka Becher. Der große Becher kann genutzt werden um Wasser aufzukochen und einen Kaffee zu trinken. Dann einen Göffel und ein Taschenmesser, ich nehme auch noch ein Schale mit, damit ich zum Beispiel Tütensuppen dort drinnen essen kann und mit dem Tatonka Becher schon mal Wasser für einen Kaffee oder Tee fertigmachen kann.

Die Nahrung selber kann aus Trekking Nahrung bestehen oder aus Tütensuppen. Wenn man mal an einem Rasthof vorbeikommt, kann man auch da essen. Brot oder Brötchen würde ich mir jeden Tag irgendwo holen, da diese ja fast überall 7 Tage die Woche geöffnet haben.

Sonstige Ausrüstung

Hier kann nun, wenn noch Platz ist alles zusammengenommen werden, was man so mitnehmen möchte. Wichtig ist auf jeden Fall Taschenlampe und Kopflampe sowie ein Telefon. Dass letztere muss nicht einmal an sein, aber so hat man in einem Notfall die Möglichkeit Hilfe zu rufen.

Optional empfehle ich 1-2 große blaue Müllsäcke, zum einen kann man seinen Rucksack darin einschlagen, wenn man ihn nicht in seinen Biwack Sack reinbekommt und auch als Unterlage um etwas darauf zu legen ist es eine günstige Ausrüstung. Hat man noch Platz kann man auch ein Tarp einpacken um ein Dach zu haben, wo man auch mal sitzen kann, wenn es regnet oder als Fahrradunterstand.

Am Rad selber kann man auch noch eine Mittelstangentasche anbringen um die Geldbörse unterzubringen oder das Rad-Werkzeug, was auf keinen Fall vergessen werden sollte.

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